Samstag, 17. September 2016

Wenn man die Wahl hat ...

Wenn man wählen darf,
dann überlegt man doch,
ob das, was derzeit so ist, so ist,
dass man damit noch Jahre leben kann
und auch eine Verschlimmerung der Zustandes erträglich ist.

Wenn man wählen darf,
dann überlegt man doch,
wer verantwortlich für den Zustand der Zeit ist,
wer all die Jahre das Sagen, die Macht hatte
und was dabei aus Ver_Sagen ge_Macht wurde.

Wenn man wählen darf,
dann überlegt man doch,
ob man in alten ausgetretenen Schuhen weiterlaufen möchte
oder ob man mit neuen Schuhen neue Wege betreten möchte
hoffnungsvoll, es möge sich was zum Besseren wenden.

Wenn man wählen darf,
dann überlegt man doch!

Und wer abwechslungsreichen ausgelassenen Silvesterpartys,
Bombenstimmung bei Karnevalsumzügen
und Körperkontakt in Freibädern und Zügen nicht abgeneigt ist,
wählt so, wie immer gehabt ...




Samstag, 10. September 2016

Des Kaisers neue Kleider

Es geschah zu einer Zeit,
als ein Kaiser allein herrschte.

Der Kaiser war sehr eitel auf sich und seinen Hof bedacht
und es interessiert ihn nicht,
was sein Volk dachte, wie sein Volk lebte.
Er hielt sein Volk zwar mit Versprechungen bei Laune,
aber alles, was wirklich nötig war
für Sicherheit und Wohlstand im Land
wurde nach und nach heimlich abgeschafft.

Dem Kaiser kam zu Ohren,
dass Leute aus fernem Land ungehindert
die Grenze überschritten hatten.
Er schickte Untergebene
um zu fragen, was die Leute im Land wollen.

Die Leute gaben sich als Fachkräfte aus,
die auf der Suche nach Arbeit sind.
Und sie könnten dem Kaiser etwas geben,
was dessen Volk nicht könnte.

Das gefiel dem Kaiser,
könnte er ja vor anderen Kaisern glänzen,
wenn er etwas hat, was andere nicht haben!

Die Leute wollten für ihre Arbeit vorher schon viele Dinge,
die sehr preisintensiv waren.
Sie brauchten eine schöne Bleibe,
sie brauchten ausgewählte Nahrung,
sie brauchten Maschinen für ihre einzigartige Arbeit,
sie brauchten Material, um auf den Maschinen zu werkeln.

Alles wurde herbeigeschafft,
der Kaiser wollte ja unbedingt das, was andere nicht haben
und alle guten Dinge wurde den Leuten übergeben,
ohne dass sie dafür etwas bezahlen mussten.

Dem Volk kam das zu Ohren
und sie bekundeten, dass sie damit nicht einverstanden sind,
schließlich haben sie ja so viel gearbeitet,
damit der Kaiser gut leben kann
und sie wollen auch gut leben:
aber der Minister beschimpfte sie,
sie hätten ja schon genug und dürften im Land leben.
Sie sollen weiterarbeiten, damit Geld für den Kaiser rein käme,
schließlich sind sie ja nur das "Pack".

Die Leute aus dem fernen Land
gaben an, für den Kaiser wunderschöne
neue Bekleidung herzustellen,
Kleider, die der Kaiser noch nie gesehen hätte.
Das fand der Kaiser gut.

Nach einigen Tagen wollte der Kaiser wissen,
ob die Arbeit gelingt
und schickte einen Minister zum nachsehen.

Der konnte nix sehen -
die Webstühle standen leer und das Garn war verschwunden
und die Leute sagten ihm, dass er dumm sei,
wenn er nichts sehen könnte.
Und das wollte der Minister natürlich nicht, dumm sein.
Also tat er so, als würde er die schönsten Stoffe sehen
und er berichtete dem Kaiser:
Alles wäre wunderbar!

Also bekamen die Leute nun Nähmaschinen
für die weitere Arbeit.

Der Minister sagte dem Kaiser wieder nicht,
dass er nicht wisse,
was da vor sich gehe,
aus Angst, er wäre dumm,
weil ihm das die Leute eingeredet hatten ...

Er erklärte dem Kaiser,
dass die hergestellten Sachen so speziell sind
und man diese Besonderheit nur erkennen kann,
wenn man nicht dumm ist,

Dann kam der lang ersehnte Tag,
an dem dem Kaiser mitgeteilt wurde,
seine Kleider wären fertig.

Der Kaiser wollte sich seine neuen Kleider ansehen
und sah

Nichts!

Da er sich nicht die Blöße geben wollte,
einzusehen, dass er falschen Versprechungen aufgesessen war,
und von den Leuten aus dem fernen Land
nicht als DUMM bezeichnet werden wollte
spielte er mit und tat so,
als würde er die schönste Bekleidung tragen
und zeigte sich seinem Volk auf einer großen Kundgebung ... nackt.

Das Volk war sprachlos, verwirrt.
Es konnte nicht fassen, was es sehen musste.
Aus Respekt vor dem Kaiser
wagte niemand ihn auf seine Blöße anzusprechen,
zumal ja der Minister vorab schon dem Volk kundgab,
dass es zu dumm sei, um zu sehen,
was letztendlich für das Volk richtig gut wäre:
Denn ein glücklicher Kaiser gibt was vom Glück ab ...
für das Volk.

Ein kleines Kind rief aus der Menge:
"Aber er ist ja nackt!"

Nun, was dann geschah, ist leider nicht überliefert.
Man kann nur spekulieren, was dann passierte
mit dem Kind ...
mit dem Kaiser, dem Minister, dem Volk,
den Leuten aus dem fremden Land.



Und bald, liebe Kinder, erzähle ich Euch ein anderes Märchen ...

Freitag, 9. September 2016

Hänsel und Gretel ...

Es war einmal vor langer Zeit
in einem fernen Land,
ganz ganz weit weg,
da lebte eine Familie in einem
durch kompromisslose Streitigkeiten
runtergewirtschafteten Haus.

Hänsel und Gretel konnten dort,
wo sie lebten, nicht mehr bleiben.
Meinte ihr Vater, meinte ihre Mutter.
Und so brachte der Vater die Kinder auf den Weg, weit weg.
Es war dem Vater egal, was aus den Kindern wurde,
es war auch der Mutter egal.
Hauptsache, sie hatten die Kinder nicht mehr im Haus.

Die Kinder schlugen sich durch,
aßen was sie fanden,
schliefen dort, wo sie müde waren.

Dann kamen sie aus einem tiefen Wald auf eine Lichtung.
Auf der Lichtung stand ein einladendes Haus.
Die Bewohnerin hatte dieses liebevoll dekoriert,
sich viel Mühe gegeben, es ansprechend aussehen zu lassen.
Sie hegte immer die Hoffnung,
wenn jemand dieses Haus sieht,
will er bestimmt in und an diesem wunderschönen Haus arbeiten
und freut sich an dem Haus
und ist nett und freundlich zur Bewohnerin.

Nur eben war dieses Haus aus Lebkuchen
und Hänsel und Gretel waren ausgehungert,
so dass sie ohne zu fragen über den Zaun kletterten
und in sich hinein stopften, was hinein passte.
Sie packten sich auch ihre Taschen voll,
ohne sich Gedanken um fremdes Eigentum zu machen.

Die Bewohnerin des kleinen Häuschens bemerkte,
dass ihr Dach undicht wurde:
"Knusper, knusper Knäuschen, wer knabbert an mein Häuschen?"
Die Kinder antworteten:
"Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!"
Sie gaben ihre Identität nicht preis,
nein, sie verschleierten diese auch noch
und gaben sich als andere Personen aus.

Die Bewohnerin des kleinen Häuschens kam heraus,
nennen wir sie beim Namen: Hexe
und lud die Kinder ein, in das Häuschen zu kommen.
Sie könnten doch im Häuschen essen und schlafen,
sich ausruhen, sie bekämen auch saubere, intakte Kleidung.

Das gefiel den Kindern und sie gingen ins Häuschen
und ließen sich nach der langen Reise verwöhnen.
Bekochen, bewaschen.

Am ersten Tag waren sie über ihre Bettstatt glücklich,
am zweiten Tag bemängelten sie das Essen,
sie wollten nicht nur Lebkuchen und Zuckerwerk.
Am dritten Tag wollten sie ein größeres Zimmer.

Am vierten Tag meinte die Hexe, dass es nun an der Zeit wäre,
dass die Kinder auch etwas beitragen,
schließlich essen sie, waschen sich, verbrauchen Strömlinge,
machen Schmutz.

Gretel sollte putzen und Hänsel sich anderweitig nützlich machen.
Dass das Gretel putzt und die Hausarbeiten erledigt
war dem Hänsel recht, nur er wollte nichts machen.
Die Hexe hatte doch wirklich gedacht,
der Hänsel aus dem fernen Land
wäre auf irgendeinem nutzbringendem Arbeitsgebiet einsetzbar.

Holzfällen zum Ofen heizen wäre gut.
Hänsel wollte nicht.
Wenn er arbeitet, fehlt ihm Kraft für die Freizeit.

Die Hexe meinte, aus erziehungstechnischen Gründen,
müsse er nun eingesperrt werden
und wenn das auch nicht hilft,
dass er sich einbringt,
dann wird er halt anderweitig eingesetzt.

Nun taten die Kinder so, als wöllten sie weiterziehen,
da meinte die Hexe: Ihr habt hier gegessen, ihr habt hier getrunken,
jetzt solltet ihr erst mal was für das Häuschen tun!

Nein, das war den Kindern zuwider
und sie heckten einen gemeinen Plan aus.

In einem geeigneten Augenblick stieß Gretel die arme Hexe,
nachdem sich das Gretel absichtlich dumm anstellte,
hinterhältig in den angeheizten Ofen hinein
und ließ die Bewohnerin des Hauses lebendig verbrennen.

Dann holte sie Hänsel aus seinem selbstgewählten Gefängnis
und beide freuten sich an dem Haus,
dass sie erobert hatten.

Sie holten ihre Eltern nach,
damit die auch auch freuten,
dass sie nun ohne Mühen ein so schönes Haus haben.

Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie noch heute
im angeeigneten Lebkuchenhaus,



Und bald, liebe Kinder, erzähle ich Euch ein anderes Märchen ...

Montag, 15. August 2016

Zauberhafte Urlaubszeit ...


Der Urlaub könnte so schön sein,
wenn ich nicht wegen gestern so deprimiert wäre ...


Da hüpft einem früh am Morgen
schon so ein netter Frosch im Haus entgegen,
und was passiert???





Nee, Scherz, der ist nur so geschafft, 
weil ich ihn von der Staubmaus,
die er im Keller aufsammelte, befreit hatte.

Also, warum ich zum Sonntag in aller Frühe
in den Keller gegangen bin, weiß ich wirklich nicht -
muss doch so eine Ahnung gewesen sein,
dass da jemand Hilfe braucht.

Hoffentlich hat keiner gesehen,
wie ich dann in meinem Nachthemdchen 
elfenhaft im Morgennebel zum Teich gelaufen bin,
um den hübsch geputzten Kleinen dort anzusiedeln.


August 2016

Weiß gar nicht, warum alle so über den August schimpfen ...
Der ist doch toll!!!


Rasen mähen ist an sich gar nicht nötig, der wächst nicht wirklich.

Ich finde Wolldecken eh gemütlicher als Strandlaken,
Kaminfeuer kann man doch auch immer anschauen
und zu viel Sonne ist sowieso nicht gut für die Haut.

Die Mücken sind "deaktiv", bestimmt sind sie tiefgefroren
und man wird nun viel geübter im Eiskratzen.
Die Vorjahres-Glühwein-Vorräte werden endlich aufgebraucht.
Bloß gut, dass ich da noch diverse Restbestände habe ...


Und ganz ehrlich,
die Weihnachtsmänner im Supermarkt machen Sinn.


Aber keine Panik:
Es wird ja Weihnachten wieder richtig schön warm.


Die Klimaerwärmung hat doch auch was Gutes!

Montag, 8. August 2016

08.08. - 8 Jahre "Blue Rain"

Blue rain


Blue rain is falling in this night
And I think of you
Blue rain is falling in your lonely dreams
Blue dreams in your night
Dreams without me
And you can´t sleep
In this night with blue rain
Blue rain

Dreaming blue moon in the dark sky
Falling teardrops in the moonlight
Blue rain is coming now
Come on, Baby
Give me your dreaming smile
In the blue rain
And don´t cry
Blue rain

You make my heart heavy
To half a match
I want to hold your hand
In the blue rain
Please don´t cry
I can´t see your teardrops
Feeling falling in my soul
In this blue rain

Sometimes anywhere
If new blue rain is falling
We have new dreams
And I forgive you your strange dreams
In your lonely nights without me
And you and me will be sleeping
I hold you in my arms
In this new blue rain

Blue rain
Be not alone, not alone
If the next rain begins
You and me in the blue rain
And the time stands still
In blue rain
Blue rain
Blue rain