Donnerstag, 7. Dezember 2017

Das 7. Türchen




Ein Fundstück im Adventskalender ...



Als der alte Mann an einem nebligen Morgen die Strasse entlang spazierte, sah er plötzlich Ruth vor sich, die weggeworfene Pet-Flaschen und anderen Müll aufhob und in eine Tasche steckte. 
Als er neben ihr war, fragte er sie, warum sie das denn tue. Ruth blickte ihn seltsam an und sagte: 
"Das ist ganz einfach, weil Müll die Umwelt stark belastet und was die Umwelt belastet, schadet auch uns Menschen." 
"Aber die Strasse, das Land, die Welt, überall gibt es Abfall und der Mensch erzeugt täglich jede Menge neuen", erwiderte der Alte. "Was macht es also für einen Unterschied, wenn du dich abmühst?" 
Ruth blickte auf die Flasche, die sie eben aufgehoben hatte und steckte sie in ihre Tasche. Dann meinte sie: 
"Für diesen Meter Natur macht es einen Unterschied. Hilf doch auch." 
"Müll sammeln", meinte er unangenehm berührt. "Der Tod ist doch der Einzige erfolgreiche Sammler." 

Mit diesem Gedanken drehte er sich um und ging nach Hause. Doch das Bild von Ruth mit ihrem Sammlereifer und dem, was sie gesagt hatte, liessen ihn nicht los. 
In dieser Nacht schlief er schlecht. Er grübelte, liess sich den Kreislauf des Lebens, des Abfalls und aller möglichen Dinge durch den Kopf gehen. 
Am anderen Morgen stand er früher auf als sonst. 
Zielstrebig war er und in Eile. Er wusste genau, was er wollte, nämlich Ruth suchen. 
Als er sie endlich gefunden hatte, half er ihr den ganzen Tag Müll aufsammeln. 
Er lief mit ihr über Wiesen, durch Wälder und Täler und abends gingen sie den ganzen "Dreck" richtig entsorgen. 
"Du hast recht, und wir haben alle die Möglichkeit einen Unterschied zu machen", sagte er noch, bevor er nach Hause ging. 

(© Monika Minder, neue Fassung 20.12.2014) 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Das 6. Türchen





Eine der schönsten Nikolausgeschichten des 3. Jahrtausend.


Nachahmenswert für alle, die in der EU leben!


"Vor 19 Jahren spielte sich im Hause der Familie Gül wieder eine kuriose Geschichte ab. Frisch im Kindergarten lernte ich nämlich, was der NikolausTag war. Ein Tag, den meine Eltern nicht kannten.
Einen Abend vorher, bereits nach 20 Uhr, schloss ich einfach die Haustür, auf dem Weg ins Bett, auf und legte einen meiner Gummistiefel raus.
Meine Mutter fragte mich verwundert, was ich da tue.
"Mama, heute Nacht kommt der Nikolaus und der legt allen Kindern was in die Stiefel! Das haben wir im Kindergarten diese Woche gelernt."
Jetzt bekam meine Mutter etwas Panik. 20 Uhr und die Läden waren bereits geschlossen, morgen früh vermutlich eine kleine, enttäuschte Merve. Ich bin mir sicher, dass meine Mutter sich hätte was am nächsten Tag einfallen lassen, wie es Mütter eben immer tun.
Aber das war überhaupt nicht nötig!
Denn am nächsten Morgen nach dem Aufwachen rannte ich zu meinem Stiefel, der voll war und ich war einfach nur glücklich.
Und wer war es?
Der altdeutsche Opi, der direkt gegenüber von uns wohnte und das Spektakel am Abend mitgekriegt hatte.
Meine Mutter ist für diese Geste so dankbar gewesen, dass sie seitdem jeden Nikolaus allen kleinen Kindern, die bei uns im Haus wohnen, auch was vor die Tür stellt."


Merve Gül, am 06.12.2015 im Net veröffentlicht.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Impressionen 04. Dezember




Das 5. Türchen




Wo der Herr nicht das Haus bauet,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Wo der Herr nicht die Stadt behütet,
so wachet der Wächter umsonst.

(AT - aus der Zeit König Salomo)



So lange Salomo lebte,
war Frieden im Land,
und jeder konnte sicher wohnen
bei seinen Weinstöcken
und unter seinen Feigenbäumen.


Nach Salomos Tod brachen Unfrieden und Krieg aus.
Zuletzt kam das Volk unter die Herrschaft fremder Völker.
Auch der Tempel, den Salomo gebaut hatte,
(* erbauen ließ ... 
Bauleute kamen aus Jerusalem und von Sidon)
wurde zerstört.


In diesen Zeiten sandte Gott dem Volke Männer,
die man Propheten nannte.
Sie predigten den Willen Gottes
und verkündeten den Heiland der Welt.





Montag, 4. Dezember 2017

Impressionen 03. Dezember




Das 4. Türchen







Montags im Advent ...


Da gibt es sogar ein Buch: Montags im Advent.


Man sollte viel öfter  mal ein gutes Buch lesen.

Vielleicht Abends im Advent.







Sonntag, 3. Dezember 2017

1. Advent





Die Adventszeit sollte eine wunderbare Zeit sein, 
um innerlich zur Ruhe zu kommen.
Das Jahr ist mal wieder so hektisch ...


Es ist Zeit innezuhalten, 
sich verinnerlichen, was wichtig ist.  





Advent.


Zeit der Hoffnung, 
Zeit der Wünsche, 
Zeit für den Glauben ... 
woran auch immer.


Ich glaube, 
dass ich noch viele Geschenke kaufen darf ...







Es kommt eine Zeit ...
da zieht der Weihnachtsplätzchenduft durchs Haus.

Es kommt eine Zeit ...
in der Heimlichkeiten später wirklich Freude bereiten.

Es kommt eine Zeit ...
da trudeln Weihnachtskarten auch aus fernen Ländern ein.

Es kommt eine Zeit ...
Freuen wir uns auf diese friedliche Zeit!

Advent.

Impressionen 02. Dezember




Das 3. Türchen








Es kommt eine Zeit ...
in der man Zeit hat -

um nachzudenken,
wofür man sich zukünftig 
Zeit nehmen sollte.